Absolute und relative Fahruntüchtigkeit bei Alkohol am Steuer

Auswirkungen bei Alkohol im Straßenverkehr

Die häufigste Unfallursache in den letzten Jahren war statistisch eine überhöhte Geschwindigkeit. Knapp dahinter rangiert als Unfallursache die Fahruntüchtigkeit, die eine Einschränkung der Fahrsicherheit durch Alkohol, andere berauschende Mittel, Übermüdung oder anderweitige körperliche oder geistige Mängel umfasst. Insbesondere bei den Verkehrsunfällen mit Todesfolge ist der Anteil der mangelnden Verkehrsuntüchtigkeit aufgrund von Alkoholkonsum besonders hoch. Der Gesetzgeber und die Gerichte sind daher streng, wenn es um die Ahndung von Alkoholdelikten im Straßenverkehr geht. Doch wann genau liegt eine Fahruntüchtigkeit vor?

Relative Fahruntüchtigkeit

Fahruntüchtigkeit liegt nach einer gängigen Definition vor, wenn die aktuelle Gesamtleistungsfähigkeit aufgrund von psycho-phyischer Leistungsausfällen beziehungsweise Enthemmung so weit herabgesetzt ist, dass der Betroffene nicht mehr imstande ist, sein Fahrzeug im Straßenverkehr eine längere Strecke sicher zu führen. Dabei wird zwischen der aboluten Fahruntüchtigkeit und der relativen Fahruntüchtigkeit unterschieden.
Relative Fahruntüchtigkeit liegt vor bei einer Blutalkoholkonzentration zwischen 0,3 und 1,1 Promille. Zwischen 0,3 Promille und 0,5 Promille kann eine Trunkenheit im Straßenvekehr und damit eine Straftat vorliegen, wenn Ausfallerscheinungen hinzu kommen. Ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille liegt eine Ordnungswidrigkeit vor. Kommen Ausfallerscheinungen hinzu, liegt natürlich auch hier wieder eine Trunkenheit im Straßenverkehr vor.

Absolute Fahruntüchtigkeit

Ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille gilt eine unwiderlegbare Vermutung der absoluten Fahruntüchtigkeit. Dabei handelt es sich um eine Trunkenheit im Straßenverkehr und damit ein Vergehen im strafrechtlichen Sinne. Es kommt hierbei nicht darauf an, ob man beispielsweise aufgrund von langer Alkoholgewöhnung im Einzelfall noch sicher beherrschen kann.
Es kommt somit entscheidend auch darauf an, welche Blutalkoholkonzentration zum Zeitpunkt des Fahrens vorlag. Da die Messung durch einen Arzt oftmals einige Zeit später erfolgt, muss eine Rückrechnung vorgenommen werden. Hierbei gelten gewisse Grundsätze, deren Einhaltung ein auf Verkehrsrecht spezialisierter Rechtsanwalt überprüfen sollte. Gerne sind wir Ihnen behilflich, wenn auch Ihnen gegenüber der Vorwurf der Trunkenheit im Straßenverkehr erhoben wird.


Eingestellt am 13.05.2016 von Andreas Ernst Forsthoff
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